Archiv der Kategorie 'Allgemein'

Aktionen rund um den 70. Jahrestag der Befreiung des Lagers in der Schönholzer Heide

Am Freitag, dem 24. April 2015, jährte sich die Befreiung Pankows und damit auch der Schönholzer Heide zum 70. Mal. Das Datum markiert den Tag, an dem das Leiden und die Zwangsarbeit für mehr als 2000 Menschen im „Luna-Lager“ ein Ende hatte.
Aus diesem Anlass wurden von unserer Initiative verschiedene Aktionen durchgeführt. Im Rahmen des Hausfests des Pankower Jugendklubs JUP zeigten wir am Donnerstag, dem 23. April 2015, unseren Film „Die Geschichte der Schönholzer Heide“.

Für Sonntag, den 26. April 2015, riefen wir zu einer historischen Führung durch die Schönholzer Heide auf. Etwa 60 Menschen fanden sich um 16:00 Uhr am südlichen Eingang des Parks ein und nahmen an der Führung teil. Diese bezog zum ersten Mal auch das sowjetische Ehrenmal mit ein, das 2012/2013 bei der Konzipierung der Führung noch wegen Sanierungsarbeiten geschlossen war.

Es entwickelten sich im Anschluss an die Kurzvorträge zu den verschiedenen Orten in der Heide und auf den Wegen durch den Park lebhafte Diskussionen. Wir bekamen weitere Eindrücke von Menschen, die den Park schon in den 1960er und 1970er Jahren erlebten, die natürlich in zukünftige Vorträge einfließen werden. Reges Interesse gab es auch an unseren Lehrmaterialien. Diese – sowohl unser Film als auch die Bildungsbausteine – können weiterhin von uns bestellt werden.

Führung am 26. April 2015

Am 24. April 1945 wurde das Zwangsarbeiter_innenlager in der Schönholzer Heide von der Roten Armee befreit. Für viele der dortigen Zwangsarbeiter_innen aus Polen, Russland, der Ukraine und Weißrussland aber auch aus Italien und anderen europäischen Ländern war das das lang ersehnte Ende einer jahrelangen Internierung des Zwangs zur Arbeit in der umliegenden Industrie und Lokalverwaltung.
Aus Anlass des 70. Jahrestags der Befreiung veranstalten wir einen Rundgang zu den historischen Orten im Park. Die Führung findet am Sonntag, dem 26. April, um 16:00 Uhr statt. Treffpunkt ist vor dem Eingang der Schießanlage Schönholz (Bus 155 bis Hermann-Hesse-Straße).
Der Rundgang dauert etwa eine Stunde und ist kostenlos. Im Rahmen des Rundgangs wird auch das didaktische Material vorgestellt, das auf Basis der Geschichte der Schönholzer Heide Lokalgeschichte für Workshops lebhaft aufbearbeitet hat.

Führung am 24. April 2014

Am Jahrestag der Befreiung des Zwangsarbeiter_innenlagers in der Schönholzer Heide veranstalten wir einen Rundgang zu den historischen Orten im Park. Die Führung findet am Donnerstag, dem 24. April, um 18:00 Uhr statt. Treffpunkt ist vor dem Eingang der Schießanlage Schönholz (Bus 155 bis Hermann-Hesse-Straße).
Der Rundgang dauert etwa eine Stunde und ist kostenlos.

Pankower Grüne wollen Bunker als Gedenkort

Wie der letzten „Berliner Woche“ zu entnehmen war, wollen die Pankower Grünen den Bunker in der Schönholzer Heide als Gedenkort für das ehemalige Zwangsarbeiter_innen-Lager gestalten. Wir, die Initiative „Schönholzer Heide“, unterstützen diesen Vorstoß, der das vielfältige Gedenken in der Schönholzer Heide um ein wichtiges Element bereichern würde.

Wir dokumentieren hier den Artikel der „Berliner Woche“:

Den letzten Bunker erhalten
Grüne wollen an das Zwangsarbeiterlager Lunapark erinnern

Der letzte erhaltene Betonbunker des ehemaligen Zwangsarbeiterlagers in der Schönholzer Heide sollte ein Ort für öffentliches Gedenken werden. Diesen Antrag stellte die Fraktion der Grünen in der Bezirksverordnetenversammlung (BVV).

Zu diesem Zweck solle das Bezirksamt prüfen, wie durch eine entsprechende Sanierung dieser letzte Betonbunker im ehemaligen Lunapark in der Schönholzer Heide als Denkmal erhalten werden kann und inwiefern der Bunker als Mahnmal für Besucher zugänglich gemacht werden sowie in Gedenkveranstaltungen in der Schönholzer Heide einbezogen werden kann. „Nahe der Kriegsgräberstätte Pankow in der Schönholzer Heide befindet sich ein letzter Überrest des Zwangsarbeiterlagers im ehemaligen Lunapark, genannt Luna-Lager“, sagt Cornelius Bechtler, Vorsitzender der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen. Im noch erhaltenen oberirdischen Betonbunkers wurden ab 1940 Zwangsarbeiter, vorwiegend aus Polen, Frankreich, Belgien, Kroatien und Russland, untergebracht. Sie wurden in der Waffen- und Munitionsfabrik der DWM Deutsche Waffen und Munitionswerke eingesetzt.
Viele der Lagerinsassen starben an Unterernährung und Krankheit sowie bei Bombenangriffen. Das Zwangsarbeiterlager war auch eine Wirkungsstätte des Pfarrers Joseph Lenzel aus der Gemeinde St. Maria Magdalena in Niederschönhausen. Er leistete den Zwangsarbeitern Beistand und wurde deshalb am 7. Januar 1942 verhaftet und ins KZ Dachau gebracht. Dort ist er am 3. Juli 1942 ermordet worden. Der letzte erhaltene Betonbunker sollte als Mahnmal der deutschen Geschichte erhalten bleiben und in Zukunft als Gedenkstätte an die Opfer des Nationalsozialismus erinnern, fordern die Bündnisgrünen in ihrem Antrag. Bei der Erhaltung des Bunkers könnten auch Akteure aus Vereinen den Bezirk unterstützen, so die Grünen. Der Verein Berliner Unterwelten könnte zum Beispiel Führungen anbieten. Die BVV beschloss, dass sich der Kulturausschuss ausführlicher mit diesem Thema befassen solle. BW

Montag, 22. Juli 2013 – Ausstellungseröffnung und Filmvorführung im JUP

Spazieren, Joggen oder einfach nur im Grünen entspannen – die Schönholzer Heide ist nahezu allen Pankower_innen bekannt. Im Gegensatz zu ihrer auch düsteren Geschichte.
Diesem Thema widmet sich die nächste Ausstellung im JUP „Die Geschichte der Schönholzer Heide“ von der Initiative Schönholzer Heide.

Zum Montagscafé am 22. Juli wollen wir die Ausstellung mit euch eröffnen und dazu den von der Initiative gedrehten Dokumentarfilm zur Geschichte der Heide sehen.
Beginn ist um 19 Uhr. Der Eintritt ist wie immer frei.

JUP Pankow – Florastraße 84 (10 Minuten vom S&U-Bhf Pankow oder S-Bhf Wollankstraße)

Mehr Infos auf Facebook: https://www.facebook.com/events/121112588059385/